Profilvermessung und Windkanaltest
SMART BLADE unterhält eine Forschungskooperation mit dem Hermann-Föttinger-Institut der TU Berlin. Die Windenergiegruppe um Prof. C.O. Paschereit und die Ingenieure bei SMART BLADE arbeiten in vielen Forschungsbereichen eng zusammen. Alle experimentellen Untersuchungen werden im Großen Windkanal (GroWiKa) des Instituts durchgeführt.
SMART BLADE besitzt mehrere quasi 2D-Testflügel ohne Verwindung. Die Modelle bestehen aus speziellem Plattenwerkstoff und werden auf präzisen CNC Maschinen gefräst. Die Flügeltiefe beträgt 600mm und die Spannweite misst 1540mm. Die Profile der Testflügel kommen standardmäßig an Windkraftanlagen zum Einsatz.

- Der Große Windkanal des H.F.I. der TU Berlin
Die Modelle werden im Windkanal auf einer 6-Komponenten Waage montiert. Somit können alle auftretenden Luftkräfte präzise gemessen werden. Durch eine Entkopplung von Waage und Kanal wird verhindert, dass sich die Vibrationen des Kanals auf die Messergebnisse auswirken.
Die Messstrecke hat einen Querschnitt von 2m x 1,4m und ein Kontraktionsverhältnis von 6.25:1. Der Turbulenzgrad liegt unter 0,5%. Mit den Testprofilen von SMART BLADE können damit Reynolds-Zahlen von 1,5 x 106 erreicht werden. Die Teststrecke ist mit doppelten Seitenwänden ausgestattet um Grenzschichteffekte zu minimieren.
Die Auftriebs-, Widerstands- und Momentenbeiwerte werden mit der digitalen Messwaage bei einer Abtastrate von 10 kHz gemessen. Dabei werden für jeden Anstellwinkel 20000 Messwerte aufgenommen und zeitlich gemittelt. Der gesamte Versuchsablauf wird über die bei SMART BLADE entwickelte Kontrollsoftware automatisch gesteuert.

- Lift polar before and after the wake blockage and solid blockage correction. The polar was measured at the H.F.I wind tunnel
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- Schematische Zeichnung der Teststrecke des GroWiKa am H.F.I. TU Berlin [Source: H.F.I & R. Meyer (DLR)]
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- Schematische Zeichnung der 6-Komponenten-Waage für die Kraftmessung [Source: H.F.I & R. Meyer (DLR)]
Zum Zweck der Strömungsanalyse- und visualisierung kommt ein Particle Image Velocimetry (PIV) System zum Einsatz. Sowohl Mono- als auch Stereo-PIV-Systeme sind vorhanden und mit Hochgeschwindigkeitskameras und spezieller Software können komplexe 3D-Strömungen analysiert werden. SMART BLADE nutzt das System hauptsächlich zu Forschungszwecken, so zum Beispiel bei der Entwicklung der Wirbelgeneratoren.

- Testflügel im Windkanal mit einem aufgespannten Laserschnitt zur Strömungsvisualisierung an der Hinterkante
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